Die Sojabohnen-Futures gaben um mehr als 2 % auf rund 12 US-Dollar pro Scheffel nach und fielen damit von einem fast zweijährigen Hoch. Grund dafür waren Sorgen über mögliche Verzögerungen bei den US-Handelsverhandlungen mit China, dem weltweit größten Abnehmer der Ölsaat.
Der Rückgang folgte auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der erklärte, er könne ein geplantes Gipfeltreffen mit Chinas Xi Jinping verschieben, falls Peking nicht zur Lösung des Konflikts in der Straße von Hormus beitrage.
Händler befürchten, dass jede Verzögerung der Verhandlungen die Erholung der Verkäufe bremsen könnte. Ein Gipfeltreffen der beiden Staatschefs Ende letzten Jahres hatte zuvor nach monatelanger schwacher Nachfrage einen Anstieg der chinesischen Sojabohnenkäufe aus den USA ausgelöst.
Die Käufe verlangsamten sich jedoch wieder, nachdem sie ein anfängliches Ziel von 12 Millionen Tonnen erreicht hatten.
Die Unsicherheit um die Straße von Hormus, eine wichtige globale Handelsroute, die seit Beginn des Iran-Konflikts beeinträchtigt ist, stützt die Ölsaatenpreise weiterhin durch hohe Energiepreise und geopolitische Risiken.
